INKA-Berichtswesen
Das INKA-Berichtswesen (INKA-BW) wurde für die formalisierte jährliche Berichterstattung entwickelt und mit Erlass des BMVg 1998 erstmalig eingeführt. Seitdem berichten die Bauverwaltungen den Bundesministerien BMVg und BMVBS (über die Leitstelle des Bundes für Abwassertechnik - OFD Niedersachsen) mit Hilfe des INKA-BW über den Stand der Untersuchungen und Sanierungen auf den militärischen und zivilen Bundesliegenschaften ihres Zuständigkeitsbereiches.
Im INKA-BW wird der Sachstand zu den Untersuchungen und Sanierungen und zu den damit zusammenhängenden Kosten auf militärischen und zivilen Bundesliegenschaften zusammengeführt. Er beinhaltet liegenschaftsübergreifend akkumulierte Bestands-, Zustands-, Kosten- und Projektinformationen über abwassertechnische Anlagen auf Bauamts-, Landes- und Bundesebene.
Die Längen der einzelnen Haltungen und Leitungen werden - differenziert nach Art des Entwässerungssystems und bautechnischem Zustand - für eine Liegenschaft aus der Kanaldatenbank BaSYS oder INKA importiert und zusammengefasst. Hinzu kommen Angaben über Kosten der Untersuchungen und Sanierungen und der Stand der Bearbeitung. Diese Daten werden in einem Datensatz zu einer Liegenschaft zusammengefasst.
DV-technisch handelt es sich bei dem Programm um eine Datenbank-Anwendung auf Basis von Microsoft Access als Laufzeit-Umgebung, bei der die Anwender nicht über eine Vollversion von Access verfügen müssen.
Einbettung in das LISA-Umfeld / FIS Abwasser
Im INKA-BW sind die Bestandsdaten zusammengefasst, die im Rahmen der vorangehenden Projektbearbeitung erfasst und in die Bestandsdokumentation übernommen worden sind. Damit befindet es sich am Ende der Prozesskette und transportiert die Ergebnisse an übergeordnete Dienststellen für Steuerungs- und Lenkungsaufgaben.
Datenfluss
Die Erfassung bzw. Übernahme der abwasserspezifischen Daten in das INKA-BW erfolgt i.d.R. durch die Ortsinstanz (Bauamt), da dort die abwassertechnischen Anlagen baufachlich bearbeitet werden und entsprechende Kenntnisse über Zustand, Untersuchungs- und Sanierungsstand sowie über die in diesem Zusammenhang angefallenen Kosten vorhanden sind.
Ein großer Teil der Daten (Untersuchungs- und Zustandsdaten) kann aus der KanDATA bzw. aus BaSYS oder ISYBAU-XML-Dateien importiert werden. Ein weiterer Teil der Daten (z. B. Kostendaten) wird manuell eingegeben. Wesentlich hierbei ist, dass in allen Bauverwaltungen die Daten nach einer einheitlichen Struktur erfasst werden. Dadurch ist eine Zusammenführung und Auswertung der Daten möglich.
Die Ortsinstanz übergibt die Daten zu den in ihrer Zuständigkeit befindlichen Liegenschaften an ihre Mittelinstanz. Diese führt die Daten aller ihrer Ortsinstanzen im INKA-BW zusammen und kann sie unter verschiedenen Aspekten auswerten. Einmal jährlich werden die Daten an die Leitstelle des Bundes für Abwassertechnik übergeben.
In der Leitstelle des Bundes für Abwassertechnik werden die Daten aller Bauverwaltungen zusammengeführt und - getrennt nach militärischen und zivilen Bundesliegenschaften - an das BMVg und BMVBS übergeben. Die Daten zu den militärischen Liegenschaften werden darüber hinaus gemäß der Zuständigkeit den vier Wehrbereichsverwaltungen bereitgestellt. Weiterhin werden die Daten durch die Leitstelle des Bundes für Abwassertechnik ausgewertet und in Form eines Berichtes den Ministerien und den WBVen zugeschickt.
Funktionalitäten der Version 1
- Datenerfassung und –auswertung in den Bauämtern
- Auswertung in den Dienststellen der Mittelinstanz
- Auswertung im BMVg
Neue Funktionalitäten der Version 2
- Zweiter Programmmodus zur Erfassung, Bearbeitung und Weitergabe von Daten zu zivilen Bundesliegenschaften
- Import-Schnittstelle zu KanDATA 6.1
- 32-Bit-Anwendung für den Betrieb unter Windows NT
Neue Funktionalitäten der Version 2.1
- Währungsumstellung auf EURO
- Neue Anwendergruppe "StOV"
- Änderung der bisher verwendeten Liegenschaftskennnummer
- Ergänzung des LAK-Formulars
- Modifizierung der Druckroutine
Neue Funktionalitäten der Version 2.2
- Import-Schnittstelle zu KanDATA 6.2
- Berücksichtigung von Umstrukturierungen in der Wehrverwaltung
- Berücksichtigung der Abgabe von Liegenschaften in das Allgemeine Grundvermögen
- Dritter Programmmodus zur Erfassung, Bearbeitung und Weitergabe von Daten zu Landesliegenschaften
- Umstellung auf Microsoft Access 2000 als Laufzeit-Anwendung
Neue Funktionalitäten der Version 2.3
- ISYBAU-XML-Import-Schnittstelle
- Globale Änderungen von Dienststellenbezeichnungen
- Zusätzliche Angaben über den Stand der Bearbeitung auf der Liegenschaft
- Berücksichtigung der Nummern von Wirtschaftseinheiten
- Umstellung auf Microsoft Access 2003 als Laufzeit-Anwendung
Zukünftige Entwicklungen
Das Berichtswesen zum Stand der Kanaluntersuchungen und –sanierungen soll künftig in die Oracle-basierte INKA integriert werden.



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